Erschütterungsquellen und Messorte

In Bild 1 sind einige typische Erschütterungsquellen dargestellt, die zu Belästigungen, Störungen oder gar Beschädigungen führen können. In gewerblichen Einrichtungen werden von großen Maschinen, Hämmern, Pressen oder Stanzen häufig Erschütterungen emittiert. Der Erschütterungseintrag in die Umgebung kann jedoch oft durch eine aktive Isolierungsmaßnahme direkt an der Quelle vermindert werden. Straßenverkehr stellt eine weitere und allgegenwärtige Erschütterungsquelle dar. Der häufigste Grund von Schwingungsmessungen oder Schwingungsüberwachungen ist aber sicherlich der Baustellenbetrieb in unmittelbarer Nachbarschaft. Erschütterungen aus Schienenverkehr bedeuten meistens keine Gefährdung der Bausubstanz, führen aber häufig zu Belästigungen von Menschen im Wohnbereich.

Schwingungsausbreitung

Das Aussenden von Erschütterungen wird als Emission (z.B. MP1), der Eintrag in eine Struktur als Immission (MP3,4,5,6) bezeichnet. Als Transmission wird die Übertragung der Schwingungsenergie über den Baugrund bezeichnet; der Übergang vom Baugrund in die Struktur wird mit pauschalen oder spektralen Übertragungsfaktoren beschrieben. Zur Beurteilung der Gefährdung einer Struktur ist nur die Immission, zur Durchführung aktiver, schwingungsisolierender Maßnahmen ist die Emission zu messen. Für Prognosen ist zusätzlich die Transmission auszuwerten.